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Geschichte - Kirchengemeinde Niesky

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Geschichte

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Durch Lukas Klose wurden 2024 die Glocken aus der Christuskirche aufgenommen und veröffentlicht. Der kurze Film ist durch Fakten sowie Ton- und Bildaufnahmen ergänzt.
 
Hier der kann er angesehen werden. Unser herzlicher Dank gilt dem Autor.



Seit 2026 gehören die früheren Kirchengemeinden Kosel und Niesky zusammen. Hier finden Sie Angaben zur Geschichte der Kirchengebäude:



Evangelische Christuskirche Niesky


Gründung der Kirchengemeinde von 1892 bis Anfang 1895. Grundsteinlegung der Kirche 1897, Baubeginn Oktober 1898, zügiger Baubeginn aber erst im Frühjahr 1899. Dann ging es aber schnell voran - Richtfest bereits am 31.08.1899. Am 15. Juli 1900 wurde unsere Kirche geweiht. 100 Jahre später, also am 16. Juli 2000, haben wir ihr den Namen Christuskirche gegeben.

Als Baumaterial nutzte man im Wesentlichen roten Backstein und Holz. Altar und Taustein sind aus einfachem Lausitzer Sandstein. Die schlichte Holzkanzel stammt auch aus der Anfangszeit der Kirche. Die drei großen Bleiglasfenster über dem Altar laden zum Betrachten ein. In der Mitte ist eine Christusgestalt zu sehen mit einladender Geste. Sie sind Geschenke der Gräfin von Fürstenstein als auch vom Grafen Lüttichau zur Einweihung der Kirche gewesen. Die im Krieg erlittenen Beschädigungen konnten bald danach ausgebessert werden.


An der Wand unter den Fenstern steht in goldenen Buchstaben: Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Das ist ein Zitat aus dem Brief an die Hebräer, Kapitel 13, Vers 8 und unterstreicht die Aussage des mittleren Glasfensters. Auf die Kronleuchter im Mittelgang der Kirche war die Gemeinde schon immer besonders stolz. Sie wurden zur Einweihung von der Brüdergemeine und der Kommune geschenkt. Den Krieg haben sie einigermaßen unbeschadet überstanden. Die Kerzen an den Kronleuchtern werden am Heiligen Abend und am Silvesterabend angezündet.


Die pneumatische Orgel ist ein Werk der Firma Heinze aus Sorau (heute Zary in Polen). Sie wurde 1930 gebaut und hatte eine Vorgängerin aus dem Jahre 1900, allerdings eine "Mechanik-Orgel" mit 16 klingenden Stimmen, welche sich auf 2 Manuale und 1 Pedal verteilten. Die heutige pneumatische Orgel mit elektrischem Gebläseantrieb hat 26 Register. Dafür musste der Orgelprospekt erweitert werden. Außerdem erhielt die Empore einen kleinen Anbau, um Platz fiir den Chor und ein Orchester zu schaffen. Bei allen Beschwernissen, die pneumatische Orgeln an sich haben, ist zu bedenken, dass es davon nur noch wenige Originalexemplare gibt.


Zum Gebet und zu Gottesdiensten rufen vier Stahlglocken in den Tönen dis, fis, a und c, die der Gemeinde 1925 durch den Nieskyer Fabrikbesitzer Mühlenhaupt gespendet wurden. Die Töne sind bewusst mit den Glockentönen der Brüdergemeine abgestimmt worden. Diese Glocken tragen folgende Inschrift: "Seid fröhlich in Hoffen", "Geduldig in Trübsal", "Haltet an am Gebet" und "Lasset die Kindlein kommen". Das Geläut wurde 1934 mit einer elektrischen Glockenläuteanlage versehen. 1996 wurden eine neue Schaltuhr und neue Motoren für das Geläut eingebaut. Auch der Stundenschlag konnte neu eingerichtet werden.

Unsere Kirche wird seit 1993 mit Fernwärme beheizt, deren Vorläufer Öfen und seit 1921 eine Dampfheizung waren. Die Kirche hat 650 Sitzplätze, die vor allem am Heiligen Abend gebraucht werden. In seiner Schlichtheit möchte unser Gotteshaus den Blick auf das Wesentliche des Glaubens konzentrieren: Jesus Christus lädt ein zum Hören, Taufen und Feier des Abendmahls.

Ausführliche Informationen hat Dr. Andreas Holzhey zum 100. Kirchbaujubiläum zusammengestellt. Die Broschüre ist im Kirchenbüro erhältlich.



Evangelische Kirche Kosel

Das erste Kirchengebäude war aus Schrotholz gefertigt. Um 1550 kam es zu einer Erweiterung des Kirchenschiffes. 1696 bis 1717 wurden der Turm und die Logen an- bzw. eingebaut.
Einer alten Überlieferung nach soll das Kirchenschiff aus dem Holzwerk einer alten „Hofescheune“ erbaut worden sein. Eine letzte große Renovierung verbunden mit Umbauarbeiten gab es zwischen 1953 und 1956. Dabei sind außen Anbauten entfernt worden.

Der Altar, der seit 1820 zu einem Kanzelaltar umgebaut worden war, erhielt bei der Renovierung 1956 wieder seine ursprüngliche Gestalt von etwa 1700 zurück: eine gemalte Kreuzigungsdarstellung. 2015 wurde der Altaraufsatz restauriert und bekam eine veränderte Fassung.
Bis zum Tod des Pfarrers Christoph Lorenz im Jahre 1819 wurde in Kosel sorbisch gepredigt.
Die zweimanualige Orgel mit Pedalwerk geht im Grundbestand auf das Jahr 1703 zurück. 1830 wurde ein zweites Orgelwerk eingebaut und 1914 eine dritte Orgel. Das Orgelgehäuse fertigte ein einheimischer Tischler. 2020 wurde die Orgel samt Blasebalg von der Orgelbaufirma Eule, Bautzen, generalüberholt und die Prospektpfeifen erneuert.
2012 wurden Kirchendach und Turmgründlich saniert, 2014 ist die Innenausmalung erneuert worden.
Am Ortseingang liegt der Friedhof für die Bewohner von Kosel und den Ortsteilen. Träger dieses Friedhofes ist die Kirchengemeinde. Vor dem Friedhof gibt es eine sehr moderne, kommunale Trauerfeierhalle.
(Stand: April 2026)

Die Orgel in der Koseler Kirche

Aus der Kurzkonzeption der Fa. Hermann Eule Orgelbau GmbH Bautzen zur Überholung der Julius-Röhle-Orgel von 1914 in der Dorfkirche zu 02906 Niesky OT Kosel:
„Die Orgel wurde im Jahre 1914 durch Julius Röhle erbaut. Julius Röhle (1854 – um 1935) war in Görlitz an verschiedenen Adressen ansässig … Seine Orgel für Kosel hat 2 Manuale und Pedal und 10 klingende Stimmen … Die Register besaßen die typischen Klangfarben einer spätromantischen Dorforgel mit grundtönigen Principalen, Flöten, Streichern zwischen piano und brausendem Tutti.
1917 .. mussten die 33 hochwertigen Zinnpfeifen im Prospekt (34 kg) für die Kriegsrüstung abgegeben werden. Bereits 1918 konnten Ersatzpfeifen aus Zink durch Hermann Eule eingebaut werden. …
1956 wurde die Orgel … generalüberholt, erhielt einen elektrischen Ventilator und wurde klanglich im Sinne der neobarocken Orgelbewegung umdisponiert und mit helleren Klangfarben versehen. Mixtur und Octave 2‘ wurden neu gebaut, Flöte 2‘ und Rohrflöte 4‘ aus alten Pfeifen umgearbeitet und die übrigen 6 Register teils neu intoniert.
Die Koseler Orgel ist typisch für eine Gemeindeorgel in einer kleineren Kirche. Mit nur 10 Registern ist sie eher klein, ermöglicht aber auf 2 Manualen und Pedal auch technisch anspruchsvolleres Spiel. Ihr Klangbild ermöglicht seit der Umgestaltung 1956 ein sehr breites Spektrum an Musik von Barock bis Romantik, ebenso dynamisch abgestufte Begleitungen von Gemeinde und Solisten. Mit diesen Besonderheiten ist sie durchaus klangschön und erhaltenswert. …
1995/96 erfolgte eine weitere Generalüberholung der Orgel durch unsere Werkstatt.“

Inzwischen hatten sich neue Schäden gezeigt, die die Kirchengemeinde zu einer dringenden Überholung zwingen. Nach der Bewilligung einer 70prozentigen LEADER-Förderung in Höhe von rd. 20.151,00 Euro, für die wir sehr dankbar sind, konnte die Kirchengemeinde die Fa. Hermann Eule Orgelbau GmbH Bautzen mit der Überholung beauftragen. Zwischen August und Dezember 2020 führte und führt die Orgelbaufirma die Arbeiten in der Kirche in Kosel und in der Werkstatt in Bautzen aus.
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